Geschichte

  

Nachfolgend ein kleiner Einblick in unsere Geschichte. Hier sind die wichtigsten Ereignisse seit 1935 aufgeführt.

Nähere Informationen über unsere Tätigkeiten gibt es im Tagebuch. Hier sind alle Jahresberichte seit 1993 zu lesen.

 

 

 

Ferdinand Requardt, 1. Brandmeister der FF Rannenberg

 

5. März 1935

(1.Gründungsversuch)

Der Führer der Pflichtfeuerwehr Herr Ferdinand Requardt, beruft eine Versammlung im Gasthaus Grupe ein, um eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen.

Die Gründung bleibt erfolglos, da nur 14 Mann zu einem Eintritt bereit sind!!!

20. März 1935

(Gründung)

Mit Unterstützung von Oberbrandmeister Montua, Rolfshagen gelingt die Gründung.

Insgesamt 28 Mann (halber Löschzug) treten der FF Rannenberg bei.

Gründungsurkunde, hier klicken.

1. Führerrat

(Kommando)

            Brandmeister                   Ferdinand Requardt

Stellv. Brandmeister         Fritz Budde

     Schriftführer                  Friedrich Mohr

      Kassenwart                      Heinrich Köllner

           Gerätewart                      Heinrich Tegtmeier

1935

(Neuer Brandmeister)

Brandmeister Ferdinand Requardt und sein Stellvertreter Fritz Budde treten zurück.

Neuer Brandmeister wird sein Sohn Fritz Requardt und Fritz Wente wird der stellver. Brandmeister.

1950

(Neuer Brandmeister)

Fritz Requardt verunglückt bei einem Motorradunfall.

Fritz Wente wird neuer Brandmeister und seine Nachfolge als stellv. Brandmeister tritt Wilhelm Wächter an.

1956

(Eigenständigkeit)

Die FF Rannenberg wird aus dem Löschverband Rehren A.O. herausgelöst und die Gemeinde Rannenberg ist nun selbst verantwortlich für die Beschaffung von Material und Gerät. Wir erhalten eine gebrauchte TS-8-Spritze von DKW als "Abfindung". Bislang wird eine Handdruckspritze benutzt. Zusätzlich erwerben wir von der Gemeinde Rehren für 250,00 DM einen gebrauchten Tragkraftspritzen-Anhänger.

1957

(2. Feuerwehrhaus)

Durch das neue Gerät ist das "Spritzenhaus" viel zu klein und wird abgerissen.
Auf dem Gemeindegrundstück "In der Reete 4" wird das neue Feuerwehrhaus mit Schlauchturm errichtet.

Unser erstes "Spritzenhaus". Leider ist kein Foto mehr mit dem kompl. Haus vorhanden. Nur ein Teil ist links auf dem linken Foto zu erkennen. Das "neue" ist auf dem rechten Bild zu sehen.

            

1960

(25-jähriges Bestehen)

Mit einem Zeltfest wird mit befreundeten Wehren und Vereinen das 25 jährige Jubiläum gefeiert.

Auf dem Schlauchturm wird eine mechanische Sirene montiert und ein Alarmierungsplan erstellt.

1961

(neuer Stellv. Brandmeister)

Nach 11 Jahren als Stellvertreter tritt Wilhelm Wächter zurück und Wilhelm Beissner übernimmt das Amt.

1962

(neue TS)

Eine neue TS 8/8 von Bachert wird erworben.

Anforderungsdokument, hier klicken

Ab jetzt werden immer mehr Erfolge bei Wettkämpfen erzielt.

1966

(Führungswechsel)

Friedrich Gellermann wird neuer Ortsbrandmeister und sein Stellvertreter wird Heinrich Stummeier.

1966

(Großschäden)

Am 19.07. gibt es im ganzen Kreis eine gewaltige Unwetterkatastrophe. Auch in Rannenberg sind erhebliche Schäden entstanden. Die FF hilft wo es nötig ist..
Im November wird ein großer Brand im Asphalt-Mischwerk am Steinbruch mit Hilfe der FF Rinteln, Hess. Oldendorf und Obernkirchen gelöscht.

1972

(neues Fahrzeug)

Endlich kann die Gemeinde überzeugt werden ein Tragkraftspritzenfahrzeug zu beschaffen.
Ein VW Bulli ersetzt am 31.05. den Anhänger welcher von einem Traktor gezogen wird.

1973

(neuer Stellv. Brandmeister)

Werner Köster löst Heinrich Stummeier ab.

1975

(Führungswechsel)

Ortsbrandmeister Friedrich Gellermann wird Gemeindebrandmeister der neuen Einheitsgemeinde Auetal.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Werner Köster

übernimmt das Amt des Ortsbrandmeister und sein neuer Stellvertreter wird Willi Wenthe.

1977

("Schule")

Der leerstehende Schulsaal wird mit viel Fleiß (größtenteils in Eigenleistung) als Dorfgemeinschaftsraum hergerichtet. Die "Schule" wird als Versammlungs-, Veranstaltungs- und Schulungsraum genutzt. 

Weiterhin trifft man sich hier regelmässig jeden Freitag- und Sonntagabend zum "Erfahrungsaustausch".

1981

(Führungswechsel)

Friedrich Gellermann übernimmt wieder das Amt des Ortsbrandmeisters und Werner Köster wird der Stellvertreter.

1983

(Kreismeisterschaft)

Das erste Mal seit 1972 wird Rannenberg nicht Meister bei den Gemeindewettkämpfen. Dafür wird man Kreismeister und nimmt an den Bezirksmeisterschaften teil.

1985

(50 Jahre FF Rannenberg)

Wir bestehen seit 50 Jahren und feiern das Jubiläum am 17.-19. Mai entsprechend. Näheres dazu in der Festschrift, hier klicken.

Weiterhin belegen wir am 15.09. den 1. und 3. Platz bei den Kreismeisterschaften (50 teilnehmende Gruppen!!!).

1986

(Bezirksmeisterschaftenl)

Wir nehmen mit zwei  Gruppen an den Bezirksmeisterschaften teil

und belegen am Ende die Plätze 13 und 24.

1987

(Führungswechsel)

Lothar Hebestreit wird unser neuer Ortsbrandmeister.

Der bisherige OrtsBM Werner Köster wird Stellvertreter.

1988

(Gemeindemeisterschaftenl)

Wir richten die Gemeindemeisterschaften aus.

1. Rannenberg II - 2. Rannenberg I - 3. Bernsen II.

Damit haben wir 14 der bisherigen 16 Meistertitel der Gemeinde Auetal errungen.

1990

(neuer Stellv. Brandmeister)

Wolfgang Hecht löst Werner Köster ab.

1990

(55 Jahre FF Rannenberg)

Wir bestehen seit 55 Jahren und feiern ein großes Scheunenfest auf dem Hof "Dreyer" und richten Pokalwettkämpfe aus.

Schierneichen gewinnt vor Bernsen und HM-Rohrsen.

1993

(Führungswechsel)

Lothar Hebestreit und Werner Köster stellen sich nicht erneut zur Wahl und neuer Ortsbrandmeister wird Heinrich Wilhelm Tegtmeier und sein Stellvertreter ist erneut Friedrich Gellermann.

Das Führungsteam stellt von Anfang an klar, dass es sich hierbei um eine zeitlich begrenzte Amtszeit handelt, bis neue, junge Führungskräfte die entsprechenden Lehrgänge absolviert haben.

1994

(neue TS 8/8)

Die alte Bachert von 1962 geht in den verdienten Ruhestand und wir erhalten eine neue Rosenbauer mit BMW-Motor.

1995

(Satzungsänderung)

Einstimmig wird in der Jahreshauptversammlung beschlossen, dass Frauen und Jugendliche ab 10 Jahren Mitglied in der FF Rannenberg werden können. Kaum zu glauben, dass das bisher nicht möglich war!

1996

(Führungswechsel)

Die Ausbildung des " jungen, neuen" ist vollendet und Heinrich Wilhelm Tegtmeier übergibt sein Amt als Ortsbrandmeister an Dirk Wente.

Heinrich Wilhelm Tegtmeier bleibt aber im Führungsteam und wird Stellvertreter.

2000

(3. Feuerwehrhaus)

Das bisherige "Gerätehaus" ist nicht mehr zeitgemäss und eine Modernisierung nicht wirtschaftlich. Mit sehr großen Anteil an Eigenleistungen wird auf dem Grundstück des Dorfgemeinschaftshauses ein Schuppen/Garage zum neuen Feuerwehrhaus umgebaut. Am 30.04.2000 ist die offizielle Einweihung.

            

2000

(Rücktritt)

Heinrich Wente gibt sein Amt als Schriftführer an Detlef Schulte ab.

Nichts besonderes?

Doch, Heinrich Wente hat über 30 Jahre dieses Amt ausgeführt. Soviel Ehrenamt sollte nicht unerwähnt bleiben.

2001

(neues TSF)

Wir bekommen das TSF der FF Borstel/Poggenhagen, welche zum 31.12.2000 aufgelöst wurde.

2003

(Feuerwehrfrauen)

Erstmals in der Geschichte unserer Wehr werden drei Frauen zu Feuerwehrfrauen befördert.

Petra Stummeier, Rosita Pennings und Silke Wente absolvierten im Vorjahr sehr erfolgreich den Grundlehrgang.

2003

(1.Top Five Sieg)

Endlich! Nach vielen Anläufen und einen 2. Platz im Vorjahr können wir auf eigener Bahn zum ersten Mal diesen Pokal mitnehmen. Beachtenswert ist auch die Zeit von 58,5 sek.. Auch das haben wir noch nie geschafft.

2004

(Umbau,

Top Five)

Nach nur acht Monaten Bauzeit mit ca. 3.300 std. Eigenleistung bauen wir mit der Dorfgemeinschaft das Dorfgemeinschaftshaus kpl. um und wir bekommen einen separaten Schulungsraum.

 

 

Der Top Five Titel wird von uns mit neuer Bestzeit in Möllenbeck verteidigt.

2005

(Führungswechsel,

70 Jahre,

Top Five)

 

Der stellv. OrtsBM Heinrich Wilhelm Tegtmeier verstirbt nach langer Krankheit und Siegfried Schröder übernimmt dieses Amt.

Das 70 Jährige Bestehen unserer Wehr wird am 10.-12. Juni mit Pokalwettkämpen gefeiert. Hohenrode siegt nach alten und Schierneichen-Deinsen-Baum nach neuen Wettkampfbestimmungen.

Es ist vollbracht, nach unschlagbaren 56,4 sek. ist uns der dritte Sieg in Folge bei den TOP Five Wettkämpfen nicht mehr zu nehmen. Der "Pott" bleibt nun in Rannenberg und wir stiften den neuen "Heinrich-Wilhelm-Tegtmeier" Pokal zum Gedenken an unseren Kameraden.

2006

(Großbrand, Wettkämpfe Top Five und neue Medien)

 

Das Jahr beginnt mit einem großen Dachstuhlbrand in Schoholtensen, wo wir trotz Einsatz der ganzen Wehren aus dem Auetal und der Drehleiter aus Rinteln das Haus nicht retten können. Verhindert wird jedoch das Übergreifen auf das Nachbargebäude.

Beim Wettkampfgeschehen erreichen wir unglaubliche Zeiten nach den alten Wettkampfbedingungen.

55, 2 und 55,1 sek. sind  Zeiten, die vorher unmöglich erschienen. Die Gruppe harmoniert perfekt.

Wie verteidigen erneut den TOP Five Titel.

 

Am 12.10.2006 ist es soweit. Wir sind unter www.feuerwehr-rannenberg.de im weltweiten Netz erreichbar.
Siegfried Schröder ist der erste  "webmaster". Er erstellt und pflegt unsere Homepage.

 

2007

(Zugbildung, Wettkämpfe)

 

Erstmals führen wir eine Übung mit dem Löschzug "Auetal-Mitte" durch. Die Wehren aus Escher und Rehren löschen mit uns einen simulierten Brand in einem Schuppen auf dem Grundstück Rannenberger Str. 10. Neben dem Löschangriff erfolgt noch eine Menschenrettung unter Atemschutz durch die Rehrener Kameraden (s. Einsätze 2007).
Um den Zusammenhalt im Löschzug zu demonstrieren und noch weiterhin zu festigen, stellen wir eine Wettkampfgruppe bei den Gemeindewettkämpfen in Escher. Die Übung verläuft fehlerfrei und mit der erreichten Zeit wäre man 4. geworden.

von links: Friedhelm und Jürgen Tegtmeier (Escher), Thomas König( Rehren), Helmut Schwerdt (Escher), Dirk Wente, Klaus Stummeier (verdeckt), Thomas Moldenauer (Rehren), Siegfried Schröder (verdeckt) und nicht auf dem Bild Jürgen Menke (Rehren, als Gruppenführer).

2008

(neue AAO)

Seitdem 28.04.2008 gilt für unseren Löschzug "Auetal-Mitte" die neue Ausrückeordnung. Ab sofort werden wir ab "Stufe 2" generell als Zug über DME und Sirene alarmiert.

2008

(neue Bestzeit,

5. Top Five Titel)

In Goldbeck absolvieren wir bei den "Eimerfestspielen" eine fehlerfreie Übung und erreichen eine unglaubliche  Zeit.

Schaumburger Wochenblatt vom 08.11.2008

 

Die Rannenberger sind einfach nicht zu schlagen bei den "Top Five-Wettkämpfen"

 

Soldorf, Groß Hegestorf, Möllenbeck und Hohenrode werden auf die Plätze zwei bis fünf verwiesen
 

MÖLLENBECK (ste). Sie sind einfach nicht zu schlagen bei den Eimerfestspielen; die Rannenberger konnten beim Saisonabschluss

in Möllenbeck nicht nur den Sieg nach Hause holen, sondern holten mit 59,9 Sekunden auch ein Spitzenergebnis ins Auetal.

Der "Top Five"-Wettkampf im Herbst in Möllenbeck ist seit einigen Jahren der krönende Abschluss der Eimerfestspiel-Saison der

Schaumburger Feuerwehren. Hier treffen sich ausschließlich die "Besten der Besten" aus der Feuerwehrwettkampf nach alten

Richtlinien. Der lockte früher ganze Heerscharen auf die Wettkampfplätze und hat mit seiner Dynamik für viele Feuerwehrleute

nichts an Attraktivität verloren. Schnelligkeit ist oberstes Gebot bei den "Eimerfestspielen" der Feuerwehren. Rannenberg kann bei

den "Top-Five" wieder einmal alle anderen in den Schatten stellen.

Rannenberg verwies Soldorf, Groß Hegesdorf, Möllenbeck und Hohenrode auf die Plätze zwei bis fünf. Bei den "Traditionswettbewerben",

so die korrekte Bezeichnung in Feuerwehrkreisen, geht es vor allem um Geschwindigkeit. Die Teams müssen so schnell wie möglich Pumpe,

Saugleitung und Schläuche mit Strahlrohren in Stellung bringen und Ziele vom Sockel spritzen. In der Regel sind das mit Wasser gefüllte

Kanister, die "Eimer". Das Unternehmen, das mit der Fertig-Meldung nach Abräumen des Löschgerts endet, darf natürlich nur so wenig Fehler

wie möglich kosten, sonst gibt‘s Punktabzug durch die gestrengen Wertungsrichter.

Im Landkreis Schaumburg ist das Team um Wilfried Lockemann von der Nenndorfer Feuerwehr spezialisiert auf Traditionswettbewerbe und

auch in Möllenbeck waren die Wertungsrichter wieder dabei. "Seit Mai hatten wir dafür insgesamt sieben Einsätze," so Adolf Dewes aus

Riehe, der Lockemann als Bahnleiter in Möllenbeck vertrat. Dewes und seine Wertungsrichter bringen sämtlich eigene Wettkampferfahrung

mit. Fehler entgehen den erfahrenen Augen nicht. Schnell wird für den Betrachter der Wettkämpfe deutlich, dass es bei den Gruppen unterschiedliche

Taktiken gibt, die ausschließlich einen Sinn haben: So schnell wie möglich die an die Gruppe gestellte Aufgabe fehlerfrei bewältigen.

Den Wettkämpfen folgt in Möllenbeck ein gemütlicher Kameradschaftsabend mit einem reichhaltigen Essen zum Saisonabschluss der Eimerfestspiele.

von links: Willi Wenthe, Siegfried Schröder, Lothar Hebestreit, Klaus Stummeier, Uwe Wente, Werner Tannert,
Detlef Schulte, Dirk Wente, Wolfgang Hecht

2009

(6. Top Five Titel,

neue TS )

In Rannenberg holen wir den 6. Titel in 7 Jahren mit 57,5 sek.!


von links: Horst Stummeier, Willi Wenthe, Werner Tannert, Klaus Stummeier, Dirk Wente,
Wolfgang Hecht, Lothar Hebestreit, Siegfried Schröder, Detlef Schulte.

Nach 15 Jahren erlitt unsere TS 8/8 von Rosenbauer im Übungsdienst einen Totalschaden.
Kurzfristig erhalten wir eine neue Rosenbauer Fox mit ganz aktueller Technik.

 

2010

(75 Jahre)

Wir feiern zwei Tage unseren 75. Geburtstag
Am 12. Juni können wir trotz einiger Absagen 22 befreundete Wehren zu Wettbewerben nach den alten Bestimmungen begrüßen. Obwohl nicht gerade Bestzeiten erziehlt werden, gibt es einige Kuriositäten bei den Übungen, welche die gute Stimmung anheizen und für erheblich "Gesprächstoff" sorgen. Abschliessend können die Wehren aus Reinsdorf, Schmarrie und Soldorf die Pokale für den 3.-1. Platz aus den Händen von Dirk Wente, Siegfried Schröder und dem Wettkampfleiter Lothar Hebestreit in Empfang nehmen. Alle Ergebnise,
hier klicken.

Am 13 Juni beginnen die Feierlichkeiten (Festkommers) mit einer Kranzniederlegung auf dem Friedhof zum Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden/-innen.
Um 11:00 Uhr begrüßt Dirk Wente die zahlreichen Gäste mit einer Festtagsrede,
hier klicken.

Ortsbrandmeister Dirk Wente bei der Festrede
Nach den Grußworten einiger Gäste  nehmen wir dann trotzdem (s. Zeitungsartikel unten) gut gelaunt ein leckeres Katerfrühstück zu uns und verleben einen sehr schönen Nachmittag, an dem viele Anekdoten unserer Geschichte zum Besten gegeben werden.

Unser ältestes und jüngstes Mitglied in 2010

stellv. OrtsBM Siegfried Schröder, Hannah Schröder, Friedrich Schulte, OrtsBM Dirk Wente

Noch viele weitere Fotos  gibt es unter http://www.flickr.com/photos/feuerwehr-rannenberg

© Schaumburger Zeitung Artikel vom  17.06.2010

 Nach 75 Jahren: Pessimistischer Blick in die Zukunft

Rannenberg (la). Die Ortsfeuerwehr Rannenberg besteht seit 75 Jahren. Das wurde jetzt mit Eimerfestspielen und einem Festkommers gefeiert. Ob die Ortsfeuerwehr aber noch ihr 100-Jähriges erlebt, darauf wollte beim Festakt vor dem Gemeinschaftshaus niemand wetten. Ganz besonders pessimistisch zeigte sich der stellvertretende Gemeindebrandmeister Ralf Kopczinsky, der in seinem Grußwort davon sprach, dass die Feuerwehren in Zukunft sicherlich andere Strukturen haben werden. „Schon jetzt wachsen unsere zehn Ortsfeuerwehren im Auetal in Zügen zusammen, und das ist auch gut so.

Auetals Bürgermeister Thomas Priemer will sich aber auch in Zukunft auf die Aktiven der Ortsfeuerwehr verlassen können. „Ihr ward und seid ein verlässlicher Partner und zugleich ein Imageträger für unsere Gemeinde“, lobte Priemer, der damit die Top-Leistungen der Wettbewerbsgruppe ansprach, die kreisweit für Furore sorgt.

Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote sieht trotz rückläufiger Mitgliederzahlen im Nachwuchsbereich die Feuerwehren noch nicht in Gefahr. „Wir hier im Landkreis Schaumburg stehen mit unseren 92 Jugendfeuerwehren und inzwischen schon 48 Kinderfeuerwehren noch vergleichsweise gut da.“ Ein großes Problem sieht der Kreisbrandmeister allerdings in der Tagesverfügbarkeit von Einsatzkräften.

Ortsbrandmeister Dirk Wente blickte noch einmal auf die Anfänge der Feuerwehr zurück, die 1935 in Grupes Gastwirtschaft gegründet wurde. „Damals kamen 28 Männer zusammen, um Ferdinand Requardt zu ihrem ersten Brandmeister zu wählen“, so Wente, der aus der Chronik entnehmen konnte, dass bis 1956 Gerätschaften vom Löschverband Rehren A/O bezogen wurden. Danach erst wurde ein gebrauchter Tragspritzenanhänger für 250 Mark gekauft.

Der Ortsbrandmeister hob in einem Rückblick ganz besonders die Kameradschaft heraus, die es schon immer in Rannenberg gegeben habe. „Da wir zum Glück von Bränden verschont blieben, wurde die Einsatzfähigkeit bei Wettkämpfen geübt“, so Wente weiter. Die Erfolge können sich sehen lassen. Bis auf zwei Jahre ist die Wettbewerbsgruppe seit 1972 regelmäßig Gemeindemeister geworden. Zwei Mal wurden sie in dieser Zeit Kreismeister, und in den letzten sieben Jahren gewannen sie sechs Mal die „Top Five“.

Eingebunden in den Zug „Mitte“ der Auetaler Feuerwehren stehen die Brandschützer aus Rannenberg inzwischen ihren Mann oder auch ihre Frau. Denn bereits 1960 öffnete sich die Kameradschaft auch für weibliche Brandschützerinnen. Die Feuerwehr ist eine wesentliche Säule im sozialen Gefüge der Dorfgemeinschaft und übernimmt gesellschaftliche Funktionen. Im Zugverband ist die Ortswehr Rannenberg inzwischen auch auf der Autobahn im Einsatz. „Eine neue Erfahrung“, stellte Wente fest. Mit aktuell 136 Mitgliedern, davon 41 Frauen, bei insgesamt 220 Einwohnern kann die Feuerwehr Rannenberg eine gute Quote vorweisen. „Die anspruchsvollen Aufgaben zu lösen, wird jedoch immer schwieriger. Mein Appell richtet sich daher an alle Einwohner, uns und unsere Jugendabteilung zu unterstützen, damit wir auch noch das 100-jährige Bestehen feiern können.“ Die Rannenberger Jugendlichen werden in Zusammenarbeit mit der Ortsfeuerwehr Rehren-Westerwald in Rehren ausgebildet. „Danach kommen sie zu uns zurück und sind bei uns aktiv. Dafür danke ich den Kameraden aus Rehren“, so Wente.

In Rannenberg ist es nicht anders, als bei anderen Feuerwehren, die ihren Geburtstag gern gemeinsam mit Gleichgesinnten feiern und dabei ihre „Kräfte“ bei Wettbewerben messen. In dem Auetaler Bergdorf stellten sich gleich 22 Wehren aus dem Landkreis dem sportlich-technischen Vergleich bei den sogenannten „Eimerfestspielen“. Sieger wird hier bei möglichst wenigen Zeitfehlern die schnellste Gruppe. 74,8 Sekunden standen am Ende für die Aktiven aus Soldorf auf der Uhr, die damit den riesigen Siegerpokal gewannen. Platz zwei in dem Nachbarschaftsduell blieb für die Kameraden aus Schmarrie mit 76,0 Sekunden und Platz drei für die Gruppe aus Reinsdorf mit 78,3 Sekunden. Als beste Auetaler Wehr landete die Gruppe aus Bernsen auf Platz sechs.

© Schaumburger Zeitung Artikel vom  17.06.2010

 


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